Partnersuche zeugen jehovas

Partnersuche zeugen jehovas
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Kein Sex vor der Ehe, unzählige Bibelstunden: Wer einen Zeugen Jehovas lieben lernt, sollte Teil der Glaubensgemeinschaft werden. Aber die Bibelfestigkeit der Kleinen macht den Kummer über den Großen wett. ist ins Ruhrgebiet gereist wie Hunderte andere Familien auch.

Am liebsten aber werden die Kinder der Zeugen untereinander verkuppelt. Dortmund - Heute will sie gefallen, unbedingt gefallen und zwar nicht nur Jehova: Darum hat sie die Fingernägel lackiert, die Schuhe poliert und das neue H&M-Kleid an, die Haare sind sorgfältig hochgesteckt, geformt zu kleinen Knospen. Mit Wohnwagen, Tupperdosen, Kühltaschen, Wolldecken, Bibeln. Angereist zum "Höhepunkt des Jahres", wie sie es nennen. Dort wollen sie beten und unter Gleichgesinnten sitzen, sich nicht allein, sondern als Gemeinschaft fühlen.

Manchmal wird er polemisch und ausschweifend, wenn er beschreibt, wie wirr und widersprüchlich die Lehren sind.

Sie glaubten, dass alle Mühen in eine riesige Belohnung münden, im Paradies, das sich nach dem Armageddon, dem großen Massaker, nur ihnen öffnet.

Einige wenige, strenge Verbote gebe es, schreibt Anouk.

Und weil es darum geht, dass diese Familie ständig wachsen soll, "finden natürlich auch viele Zeugen hier ihren künftigen Ehepartner", sagt Uwe Langhals, auch Sprecher und Zeuge, seit er 15 ist. oder Andreas und Stefanie Georg, die dort in den frischgefegten Reihen des Westfalenstadions sitzen.

Die Zeugen Jehovas, einst als Sekte verschrien, haben sich mittlerweile in zwölf Bundesländern den Titel "Körperschaft des öffentlichen Rechts" erstritten. Auf den ersten Blick sehen die Zeugen Jehovas aus wie die Gäste einer Silberhochzeit. Er ist 34, sie 33, seit zwölf Jahren sind sie verheiratet, Zeugen seit kleinauf, 40 Stunden jede Woche missionieren sie, am liebsten gemeinsam. "Finden Sie mal jemanden, der diesen ganzen Scheiß mitmacht! Sie bieten Fremden Lakritz und Apfelschnitze an, legen Wolldecken um Frierende und helfen den Alten die Stufen hoch.

Anouk schreibt, er sei immer sicher gewesen, dass seine Eltern ihn liebten; aber auch, dass sie ihn für ihren Glauben sterben lassen würden.

Seine Eltern waren vor der Familiengründung beide Missionare, sein Vater ist noch heute eine lokale Führungsperson, ein sogenannter Ältester.

Feigling nannte einer der Jungs Misha Anouk, als er keine Blutsbrüderschaft schließen wollte beim Winnetou- und Old-Shatterhand-Spiel.

Dabei hatte er gar keine Angst, er durfte als Zeuge Jehovas nur kein Blut annehmen oder spenden.

In seiner Kindheit in den achtziger Jahren zählte dazu auch das Verbot, Bluttransfusionen anzunehmen.

Ebenso verboten ist schwere Trunkenheit und "widernatürlicher und unsittlicher Gebrauch der Genitalien", also Sex außerhalb der Ehe oder in homosexuellen Beziehungen.

Anouk wurde hineingeboren in die "Wahrheit", wie die Zeugen ihre Lehre nennen.